Fortschrittliche Therapien

Neuromodulation

Heilung beginnt im Nervensystem

Wenn das Gehirn neu lernt, kann der Körper heilen

Viele chronische Beschwerden beginnen nicht im Körper, sondern im Nervensystem.

Schmerz, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Migräne oder depressive Verstimmungen sind oft das Ergebnis gestörter neuronaler Kommunikation – also einer Fehlsteuerung im Gehirn.

Wann kann Neuromodulation helfen?

Bei Dr. Oliver Hahn in Zusammenarbeit mit dem SOZO Brain Center wenden wir moderne Neuromodulationsverfahren an, um das Gehirn und Nervensystem gezielt zu stimulieren.

Unsere Patienten kommen häufig mit chronischen oder therapieresistenten Beschwerden wie:

Parkinson

Parkinson-Krankheit

Die Parkinson-Krankheit (PD) ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die vor allem die motorische Steuerung betrifft. Zu den typischen Symptomen gehören Tremor, Steifigkeit, verlangsamte Bewegungen und Gleichgewichtsprobleme. Zusätzlich treten häufig nicht-motorische Beschwerden wie Schlafstörungen, Stimmungsveränderungen, autonome Dysfunktionen und kognitive Einschränkungen auf.

Was im Gehirn bei Parkinson passiert

– Degeneration dopaminerger Neuronen in der Substantia nigra → Dopaminmangel im Striatum

– Störung der Basalganglien-Netzwerke → beeinträchtigte Bewegungskontrolle und motorische Planung

– Veränderte kortikale und subkortikale Konnektivität beeinflusst motorische, kognitive und emotionale Netzwerke

– Ansammlung von Alpha-Synuclein (Lewy-Körperchen) → neuronale Dysfunktion

– Neurotransmitter-Ungleichgewichte (Acetylcholin, Noradrenalin, Serotonin) tragen zu nicht-motorischen Symptomen bei

– Fortschreitende Netzwerkdysbalance führt zu Einbußen in Motorik, Kognition und Verarbeitungsgeschwindigkeit

Häufigkeit

Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung nach Alzheimer und betrifft vor allem Menschen über 60 Jahre. Männer sind leicht häufiger betroffen. Weltweit leben rund 1 % der Bevölkerung über 60 mit der Erkrankung.

Neuromodulation bei Parkinson

Neuromodulation – insbesondere nicht-invasive Hirnstimulation – wird zunehmend als unterstützende Therapie zur Verbesserung motorischer und kognitiver Funktionen untersucht. Studien zeigen Verbesserungen in Gangbild, Gleichgewicht, Stimmung und Schlaf. Der Nutzen variiert individuell, wirkt jedoch besonders gut in Kombination mit Bewegungstherapie oder kognitiver Rehabilitation.

So wirkt Neuromodulation bei Parkinson

– Reguliert die kortikale Erregbarkeit und verbessert die neuronale Plastizität

– Unterstützt motorische Netzwerke → besserer Gang, Balance & Koordination

– Reduziert Steifigkeit und Bradykinesie

– Verbessert kognitive Funktionen und emotionale Stabilität

– Stärkt die Neuroplastizität → fördert Erholung und Anpassung an Therapieprozesse

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Kombinierte nicht-invasive Neuromodulation mit TPS, taVNS und tDCS zur Unterstützung motorischer und kognitiver Funktionen bei Parkinson – wissenschaftlich fundiert und individuell anpassbar.

Multiple Sklerose (MS)

Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem das zentrale Nervensystem angreift. Entzündungen, Demyelinisierung und Neurodegeneration führen zu motorischen, sensorischen und kognitiven Einschränkungen wie Muskelschwäche, Spastik, Müdigkeit, Koordinationsproblemen, Sehstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten. Die Erkrankung entwickelt sich individuell unterschiedlich und kann die Lebensqualität erheblich beeinflussen.

Was im Nervensystem bei MS passiert

– Demyelinisierung: beschädigte Myelinschichten verlangsamen oder blockieren elektrische Signale → beeinträchtigte Motorik, Sensorik und Kognition

– Axonale Degeneration: fortschreitende Nervenfaserverluste tragen langfristig zu Behinderungen bei

– Chronische Entzündung: immunvermittelte Schädigungen von Myelin und Neuronen

– Netzwerkunterbrechungen: gestörte Kommunikation zwischen Gehirnregionen beeinflusst Bewegungsplanung, Wahrnehmung und geistige Leistung

Häufigkeit

MS betrifft vor allem junge Erwachsene, häufiger Frauen. Der weltweite Anteil liegt bei über 2,8 Millionen Betroffenen. In Regionen weiter entfernt vom Äquator tritt MS tendenziell häufiger auf.

Neuromodulation bei MS

Nicht-invasive Neuromodulation zeigt vielversprechende Effekte bei der Verbesserung motorischer und kognitiver Funktionen sowie bei der Reduktion von Müdigkeit. Obwohl die Resultate individuell variieren und langfristige Wirkungen noch erforscht werden, berichten viele Patient:innen von spürbaren funktionellen Verbesserungen.

So wirkt Neuromodulation bei MS

– Reduktion geistiger und körperlicher Ermüdung

– Verbesserung von Mobilität, Koordination und motorischen Netzwerken

– Steigerung von Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und kognitiver Leistungsfähigkeit

– Unterstützung der neuronalen Reorganisation, die körperliche und kognitive Therapieprozesse verstärken kann

 

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Kombinierte nicht-invasive Neuromodulation mit TPS, tDCS und taVNS zur Unterstützung motorischer, sensorischer und kognitiver Funktionen bei MS – individuell angepasst und wissenschaftlich fundiert.

Demenz

Einleitung

Demenz ist ein fortschreitendes neurologisches Syndrom, das zu einem Rückgang von Gedächtnis, Denken, Verhalten und alltagsrelevanten Fähigkeiten führt. Betroffen sind häufig Kurzzeitgedächtnis, Sprache, Exekutivfunktion und räumliche Orientierung. Die häufigste Form ist die Alzheimer-Erkrankung, gefolgt von vaskulärer Demenz, Lewy-Körper-Demenz und frontotemporaler Demenz. Der Funktionsverlust führt zu steigender Abhängigkeit und stellt Betroffene wie Angehörige vor erhebliche emotionale und organisatorische Herausforderungen.

Was im Gehirn bei Demenz passiert

– Verlust synaptischer Funktion und zunehmender neuronaler Abbau, besonders im Hippocampus, präfrontalen Kortex und parietalen Regionen

– Anhäufung pathologischer Proteine wie Beta-Amyloid und Tau

– Störungen wesentlicher Neurotransmittersysteme (Acetylcholin, Glutamat, Dopamin)

– Verringerte zerebrale Durchblutung sowie reduzierte metabolische Aktivität

– Disruption der funktionellen Konnektivität zwischen kortikalen und subkortikalen Netzwerken

Häufigkeit

Weltweit leben über 55 Millionen Menschen mit Demenz, mit jährlich rund 10 Millionen Neuerkrankungen. Die Prävalenz steigt mit dem Alter stark an; 30–50 % der Menschen über 85 Jahre sind betroffen. Demenz zählt zu den häufigsten Ursachen für Pflegebedürftigkeit im höheren Lebensalter.

Neuromodulation bei Demenz

Neuromodulation stellt eine vielversprechende, nicht-medikamentöse Ergänzung dar. Studien berichten über Verbesserungen von 20–40 % in Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, Sprache und Exekutivfunktionen, insbesondere in frühen und mittleren Krankheitsstadien und in Kombination mit kognitivem Training.

So wirkt Neuromodulation bei Demenz

– Erhöhung kortikaler Erregbarkeit in unteraktiven Arealen, z. B. im dorsolateralen präfrontalen Kortex

– Förderung synaptischer Plastizität und Unterstützung von Lern- und Gedächtnisprozessen

– Verbesserung des regionalen Blutflusses und des Glukosestoffwechsels

– Stabilisierung funktioneller Konnektivität zentraler Gehirnnetzwerke

– Unterstützung neuroprotektiver Prozesse zur möglichen Verlangsamung des Krankheitsverlaufs

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit TPS, tDCS und taVNS zur Unterstützung kognitiver Funktionen und neuroplastischer Prozesse bei Demenz.

Depression

Depression – wenn das Nervensystem erschöpft ist

Eine Depression entsteht durch eine tiefgreifende Dysregulation von Gehirn, Nervensystem und Stoffwechsel. Betroffene erleben Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Erschöpfung, Schlafprobleme oder emotionale Leere. Oft sind chronischer Stress, Traumata, hormonelle Veränderungen oder genetische Faktoren beteiligt.

Was im Gehirn bei Depressionen passiert

– Verminderte Aktivität im präfrontalen Kortex → reduzierter Antrieb und eingeschränkte Entscheidungsfähigkeit

– Überaktivität im Stresssystem → innere Unruhe und Schlafstörungen

– Gestörtes Belohnungssystem → Interessenverlust und fehlende Motivation

– Verminderte Neuroplastizität → eingeschränkte Regeneration des Nervensystems

– Ungleichgewicht der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Noradrenalin

Häufigkeit

Depressionen gehören weltweit zu den häufigsten Erkrankungen. Etwa 15–20 % der Menschen erleben im Laufe ihres Lebens mindestens eine depressive Episode. Frauen sind häufiger betroffen; Stress, genetische Faktoren und Traumata erhöhen das Risiko.

Neuromodulation als zusätzliche Therapieoption

Neuromodulation bietet eine wissenschaftlich geprüfte Möglichkeit, die neuronale Aktivität sanft zu regulieren. Sie kann ergänzend zu Psychotherapie und medikamentösen Behandlungen eingesetzt werden – besonders bei therapieresistenten Beschwerden. Studien zeigen Verbesserungen bei Stimmung, Schlaf, Antrieb und emotionaler Stabilität.

So wirkt Neuromodulation bei Depressionen

– Aktivierung des präfrontalen Kortex → mehr Klarheit und Stabilität

– Stärkung des Belohnungssystems → mehr Motivation und Freude

– Harmonisierung der Stressachse → besserer Schlaf und weniger innere Anspannung

– Förderung der Neuroplastizität → erleichterte Regeneration

– Regulierung von Serotonin und Dopamin

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation (tDCS) als moderne, gut verträgliche Methode zur gezielten Unterstützung des Nervensystems – ideal bei Depressionen, chronischem Stress und emotionaler Erschöpfung.

Postoperative Rückenschmerzen (FBSS)

Fehlgeschlagenes Rückenoperation-Syndrom (FBSS)

Das Fehlgeschlagene Rückenoperation-Syndrom beschreibt anhaltende oder verstärkte Rückenschmerzen nach einer Wirbelsäulenoperation, obwohl der Eingriff technisch erfolgreich war. Betroffene leiden oft weiterhin unter Rücken- und Beinschmerzen, Taubheit, Muskelschwäche oder eingeschränkter Funktion. FBSS zeigt, dass nicht nur mechanische Faktoren eine Rolle spielen, sondern auch eine Fehlregulation des Nervensystems.

Was im Nervensystem bei FBSS passiert

– Nervenwurzelkompression: wiederkehrende oder persistierende Reizung peripherer Nerven

– Neuropathische Mechanismen: veränderte Schmerzverarbeitung durch narbenbedingtes Trauma

– Gestörte kortikale Verarbeitung: Veränderungen im somatosensorischen Kortex und präfrontalen Kortex

– Zentrale Sensibilisierung: erhöhte Schmerzempfindlichkeit im Rückenmark und Gehirn

– Neuroinflammation und gestörte Schmerzmodulation im zentralen Nervensystem

Häufigkeit

Chronische Rückenschmerzen betreffen 51–84 % der Erwachsenen im Laufe ihres Lebens. Nach Rückenoperationen entwickeln 10–40 % der Patienten ein FBSS. Je komplexer der Eingriff, desto höher das Risiko. Die Folgen wirken sich stark auf Mobilität, Lebensqualität und psychische Gesundheit aus und können zu langfristigen Einschränkungen führen.

Neuromodulation bei FBSS

Neuromodulation kann in 60–75 % der Fälle deutliche Schmerzlinderung erzielen – selbst bei langjährigen, therapieresistenten Beschwerden. Verbesserungen zeigen sich in:

– Schmerzintensität

– Mobilität und Alltagstauglichkeit

– Stimmung und psychischer Stabilität

– geringerer Medikamentenabhängigkeit

So wirkt Neuromodulation bei FBSS

– Reorganisiert dysfunktionale Schmerznetzwerke und reduziert zentrale Sensibilisierung

– Normalisiert Gehirnaktivität in motorischen und sensorischen Arealen

– Stärkt absteigende Schmerzkontrollmechanismen und reduziert Medikamentenbedarf

– Verbessert Stimmung, Funktionsniveau und psychosoziale Belastbarkeit

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation (tDCS & CES) als moderne, medikamentenfreie Unterstützung bei chronischen Rücken- und Beinschmerzen nach Wirbelsäulenoperationen.

Amyotrophe Laterale Sklerose (ALS)

Einleitung

Die Amyotrophe Laterale Sklerose (ALS) ist eine progressive neurodegenerative Erkrankung, die sowohl obere als auch untere motorische Neuronen betrifft. Sie führt zu zunehmender Muskelschwäche, Lähmung und schließlich Atemversagen. Bei einem Teil der Betroffenen treten zusätzlich kognitive und verhaltensbezogene Veränderungen auf, die sich häufig mit frontotemporalen Funktionsstörungen überschneiden. Die Krankheitsprogression ist in der Regel rasch und stark beeinträchtigend.

Was im Gehirn bei ALS passiert

– Degeneration oberer und unterer motorischer Neuronen mit Verlust der willkürlichen Muskelkontrolle

– Kortikale Hypererregbarkeit, die zu exzitotoxischen neuronalen Schäden beiträgt

– Glutamatvermittelte Neurotoxizität und ausgeprägter oxidativer Stress

– Neuroinflammation unter Beteiligung von Mikroglia und Astrozyten

– Sekundäre Netzwerkstörungen in Hirnstamm- und spinalen Schaltkreisen mit Auswirkungen auf Motorik und Reflexe

Häufigkeit

ALS betrifft etwa 2–5 Personen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Der Erkrankungsbeginn liegt meist zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr, mit einer etwas höheren Prävalenz bei Männern. Rund 5–10 % der Fälle sind familiär bedingt und mit bekannten genetischen Mutationen assoziiert, während der Großteil sporadisch auftritt.

Neuromodulation bei ALS

Die Evidenz zur nicht-invasiven Hirnstimulation (NIBS) bei ALS ist begrenzt, jedoch zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Studien berichten über 10–20 % Verbesserungen der motorischen Funktion, der Spastik oder eine mögliche Verlangsamung des funktionellen Abbaus, insbesondere in frühen Krankheitsstadien. Die Effekte variieren abhängig von Stimulationsprotokoll und Krankheitsverlauf.

So wirkt Neuromodulation bei ALS

– Reduktion kortikaler Hypererregbarkeit im motorischen Kortex

– Unterstützung verbliebener motorischer Netzwerke und Verzögerung des Funktionsverlusts

– Mögliche Verbesserung von Stimmung, Ermüdung und Lebensqualität

– Kurzfristige Effekte, die wiederholte oder kontinuierliche Sitzungen erfordern

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS, taVNS und TPS als ergänzende Maßnahme zur Unterstützung motorischer Funktionen und neuronaler Netzwerke bei ALS.

Alzheimer-Erkrankung

Einleitung

Die Alzheimer-Krankheit ist eine progressive neurodegenerative Erkrankung und die häufigste Ursache von Demenz. Sie ist gekennzeichnet durch fortschreitenden Gedächtnisverlust, kognitiven Abbau und Verhaltensveränderungen, die im Verlauf die Alltagsfunktion, Selbstständigkeit und Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Was im Gehirn bei Alzheimer passiert

– Ablagerung von Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Protein-Verwicklungen → synaptischer Funktionsverlust

– Neuronaler Zelltod und kortikale Atrophie, insbesondere im Hippocampus und in Assoziationskortizes

– Gestörte funktionelle Konnektivität in Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Exekutivnetzwerken

– Beeinträchtigte Neurotransmission, insbesondere des cholinergen Systems sowie glutamaterger Signalwege

– Progressive Netzwerkdesintegration mit Auswirkungen auf Kognition, Verhalten und Orientierung

Häufigkeit

Alzheimer betrifft etwa 5–8 % der Menschen über 65 Jahre, mit stark zunehmender Prävalenz im höheren Lebensalter. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Das Erkrankungsrisiko wird durch genetische Faktoren (z. B. APOE‑ε4), vaskuläre Risikofaktoren und Umweltfaktoren beeinflusst.

Neuromodulation bei Alzheimer

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) zeigt in Studien Verbesserungen von etwa 10–30 % in Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und weiteren kognitiven Funktionen bei leichter bis mittelschwerer Alzheimer-Erkrankung. Die Effekte sind variabel und meist zeitlich begrenzt, können jedoch durch die Kombination mit kognitivem Training oder Verhaltenstherapie verstärkt werden.

So wirkt Neuromodulation bei Alzheimer

– Aktivierung hippocampal-präfrontaler Netzwerke zur Unterstützung von Gedächtnis und Lernen

– Verbesserung von Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen durch dorsolaterale präfrontale Stimulation

– Stabilisierung von Stimmung und Verhalten durch Modulation limbischer Schaltkreise

– Förderung neuroplastischer Prozesse mit temporärer Verbesserung kognitiver Funktionen

– Erforderliche Wiederholungs- oder Erhaltungssitzungen zur Stabilisierung der Effekte

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit TPS, tDCS und taVNS als ergänzende Maßnahme zur Unterstützung kognitiver Funktionen und neuronaler Netzwerke bei Alzheimer.

Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

Einleitung

Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die durch anhaltende Muster von Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet ist. Die Symptome beginnen meist in der Kindheit, können jedoch bis ins Erwachsenenalter fortbestehen und die schulische, berufliche sowie soziale Funktionsfähigkeit erheblich beeinträchtigen.

Was im Gehirn bei ADHS passiert

– Unteraktivität im präfrontalen Kortex (DLPFC, medialer PFC) → eingeschränkte Top-down-Kontrolle, Planung und Selbstregulation

– Dysregulation der Basalganglien (Caudate, Putamen) → veränderte motorische Steuerung und Belohnungsverarbeitung

– Verminderte Aktivität des anterioren cingulären Kortex → reduzierte Konfliktüberwachung und Fehlererkennung

– Störung fronto-striataler und fronto-parietaler Netzwerke → Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen

– Neurotransmitter-Dysfunktion (Dopamin, Noradrenalin) → Aufmerksamkeitslücken und Impulsivität

Häufigkeit

ADHS betrifft weltweit etwa 5–7 % der Kinder und 2–5 % der Erwachsenen. Die Diagnose wird im Kindesalter häufiger bei Jungen gestellt, während ADHS bei Erwachsenen oft unterdiagnostiziert ist. Häufig bestehen Komorbiditäten wie Lernschwierigkeiten, Angststörungen oder affektive Störungen.

Neuromodulation bei ADHS

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) zeigt in Studien Verbesserungen von etwa 10–30 % in Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Impulskontrolle. Die Wirksamkeit hängt von Alter, Symptomschwere und Stimulationsparametern ab und ist besonders ausgeprägt, wenn Neuromodulation mit Verhaltenstherapie oder kognitivem Training kombiniert wird.

So wirkt Neuromodulation bei ADHS

– Verbesserung von Aufmerksamkeit und Fokus durch Stimulation des dorsolateralen präfrontalen Kortex

– Reduktion von Impulsivität und Hyperaktivität durch Modulation fronto-striataler Schaltkreise

– Förderung von Arbeitsgedächtnis und Exekutivfunktionen durch präfrontale Netzwerkaktivierung

– Kumulative Effekte bei wiederholten Sitzungen zur Stabilisierung der Symptomverbesserung

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS zur Unterstützung von Aufmerksamkeit, Selbstregulation und exekutiven Funktionen bei ADHS.

Post-Stroke-Enzephalopathie (FBSS)

Einleitung

Die Post-Stroke-Enzephalopathie beschreibt kognitive, emotionale und verhaltensbezogene Störungen, die infolge eines Schlaganfalls auftreten. Sie resultiert aus direkten neuronalen Schäden sowie aus weitreichenden Netzwerkveränderungen in betroffenen und funktionell verbundenen Hirnarealen. Die Symptomatik kann Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen und emotionale Regulation betreffen und die Selbstständigkeit im Alltag deutlich einschränken.

Was im Gehirn bei Post-Stroke-Enzephalopathie passiert

– Fokaler neuronaler Verlust im Infarktareal mit nachfolgender Diaschise in entfernten Hirnregionen

– Veränderte kortikale Erregbarkeit und reduzierte synaptische Plastizität in peri-infarktären und kontraläsionalen Arealen

– Gestörte funktionelle Konnektivität in fronto-parietalen, motorischen und limbischen Netzwerken

– Neuroinflammation und oxidativer Stress mit sekundären neuronalen Schädigungen

– Netzwerkbedingte Defizite in Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Exekutivfunktionen

Häufigkeit

Kognitive und verhaltensbezogene Einschränkungen betreffen etwa 30–50 % aller Schlaganfallüberlebenden. Das Risiko ist erhöht bei älteren Patientinnen und Patienten sowie bei großen oder kortikalen Infarkten. Die Defizite können langfristig persistieren und zu funktioneller Abhängigkeit, verminderter Lebensqualität und erhöhter Belastung von Angehörigen führen.

Neuromodulation bei Post-Stroke-Enzephalopathie

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) wird zunehmend als ergänzende Therapie zur Rehabilitation kognitiver und motorischer Defizite nach Schlaganfall eingesetzt. Studien berichten über Verbesserungen von etwa 10–30 % in Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen und motorischer Leistungsfähigkeit, insbesondere bei Kombination mit gezieltem Rehabilitations- oder kognitivem Training.

So wirkt Neuromodulation bei Post-Stroke-Enzephalopathie

– Erhöhung der kortikalen Erregbarkeit in peri-infarktären und kontraläsionalen Hirnregionen

– Förderung funktioneller Konnektivität über gestörte motorische, kognitive und limbische Netzwerke hinweg

– Unterstützung von Neuroplastizität und Netzwerkreorganisation

– Verbesserung kognitiver Funktionen und Verstärkung rehabilitativer Trainingseffekte

– Kumulative Effekte bei wiederholten Sitzungen für nachhaltigere Verbesserungen

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS, TPS, taVNS und CES zur Unterstützung neuroplastischer Prozesse, Förderung der kognitiven Erholung und Optimierung rehabilitativer Ergebnisse bei Post-Stroke-Enzephalopathie.

Angststörung

Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und zeichnen sich durch übermäßige Angst, ständige Sorgen und eine erhöhte körperliche Stressreaktion aus. Zu den häufigsten Formen gehören generalisierte Angststörung, Panikstörung, soziale Angststörung und spezifische Phobien. Symptome umfassen innere Unruhe, Konzentrationsprobleme, Schlafstörungen, Muskelanspannung und körperliche Stressreaktionen. Unbehandelt beeinträchtigt Angst das Wohlbefinden, Beziehungen und die Lebensqualität erheblich.

Was im Nervensystem bei Angst passiert

– Überaktivität der Amygdala → verstärkte Bedrohungswahrnehmung und emotionale Reizüberflutung

– Unterfunktion des präfrontalen Kortex → eingeschränkte Regulation von Emotionen und Angstreaktionen

– Gestörte Kommunikation zwischen Kortex, Amygdala und cingulären Netzwerken

– Neurotransmitter-Ungleichgewicht (Serotonin, GABA, Noradrenalin)

– Erhöhte autonome Aktivität → Symptome wie Herzklopfen, Schwitzen, Zittern, Verspannungen

Häufigkeit

Angststörungen betreffen weltweit über 300 Millionen Menschen. Die Lebenszeitprävalenz liegt bei 15–30 %, besonders hoch bei Frauen und Personen mit Depressionen, chronischen Schmerzen oder traumatischen Erfahrungen.

Neuromodulation bei Angststörungen

Neuromodulation kann Angst deutlich reduzieren – klinische Studien zeigen Verbesserungen von 30–80 %, oft mit hohen Ansprechraten in bestimmten Patientengruppen. Betroffene berichten über mehr Ruhe, bessere emotionale Regulation, verbesserten Fokus und weniger körperliche Stressreaktionen – bei minimalen Nebenwirkungen.

So wirkt Neuromodulation bei Angst

– Reduziert die Überaktivität der Amygdala & limbischer Strukturen

– Stärkt den präfrontalen Kortex → bessere Kontrolle über emotionale Reaktionen

– Normalisiert Neurotransmitteraktivität, besonders GABA & Serotonin

– Verbessert die neuronale Konnektivität → stabilere emotionale Balance & mentale Klarheit

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit taVNS, tDCS oder CES – eine effektive, medikamentenfreie Unterstützung zur Reduktion von Angst und körperlicher Übererregbarkeit.

Fibromyalgie

Fibromyalgie – wenn das Nervensystem überreizt ist

Fibromyalgie ist ein chronisches Schmerzsyndrom, das durch weit verbreitete Muskel- und Gelenkschmerzen, Müdigkeit, Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen („Fibrofog“) und eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Berührung und Druck gekennzeichnet ist. Ursache ist eine veränderte Verarbeitung von Reizen im zentralen Nervensystem – Schmerzsignale werden verstärkt und schlechter reguliert.

Was im Gehirn bei Fibromyalgie passiert

– Abnorme Schmerzverarbeitung → erhöhte Aktivität in schmerzbezogenen Hirnregionen wie Insula, Cingulum und somatosensorischem Kortex
– Reduzierte Hemmung absteigender Schmerzkontrollsysteme → weniger körpereigene Schmerzunterdrückung
– Neurotransmitter-Ungleichgewicht → niedrigere Spiegel von Serotonin, Dopamin, Noradrenalin; erhöhte Werte von Substanz P und Glutamat
– Autonome Dysfunktion → gestörte Stressregulation und Schlafarchitektur
– Neuroinflammation & verminderte Neuroplastizität → verstärkte Reizempfindlichkeit und Chronifizierung

Häufigkeit

Fibromyalgie betrifft etwa 2–4 % der Weltbevölkerung, deutlich häufiger Frauen. Die Erkrankung beginnt meist im Erwachsenenalter und tritt oft gemeinsam mit Depressionen, Angststörungen und anderen chronischen Erkrankungen auf. Die Beschwerden beeinträchtigen Lebensqualität, Alltag und Arbeitsfähigkeit.

Neuromodulation als moderne Unterstützung bei Fibromyalgie

Neuromodulation ist ein nicht-medikamentöser Ansatz, der besonders hilfreich ist, wenn medikamentöse Behandlungen unzureichend wirken oder Nebenwirkungen verursachen. Studien zeigen:

– 30–60 % Schmerzreduktion
– bessere Schlafqualität
– gesteigerte Stimmung und kognitive Leistungsfähigkeit
– höhere Funktionsfähigkeit im Alltag

So wirkt Neuromodulation bei Fibromyalgie

– Normalisiert überaktive Schmerznervennetze in Gehirn & Rückenmark
– Stellt das Gleichgewicht zwischen exzitatorischer und inhibitorischer Neurotransmission wieder her
– Fördert Neuroplastizität → langfristige Verbesserung der Reizverarbeitung
– Verbessert Stimmung & mentale Klarheit → adressiert häufige Begleiterscheinungen wie Depressionen und Fibrofog

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS oder CES – eine sichere, personalisierte und gut verträgliche Methode zur nachhaltigen Unterstützung des Nervensystems bei Fibromyalgie.

Neuroentwicklungsstörung

(Neurodevelopmental Disorder)

Neuroentwicklungsstörungen sind neurologische Erkrankungen, die durch eine atypische Gehirnentwicklung entstehen und sich meist bereits in der frühen Kindheit zeigen. Sie beeinflussen Kognition, Verhalten, Emotionen und soziale Funktionen und begleiten Betroffene häufig ein Leben lang. Zu den häufigsten Neuroentwicklungsstörungen gehören die Autismus-Spektrum-Störung (ASS), die Aufmerksamkeitsdefizit- / Hyperaktivitätsstörung (ADHS), geistige Beeinträchtigungen, Kommunikationsstörungen sowie spezifische Lernstörungen. Die Ausprägung ist individuell unterschiedlich und erfordert langfristige, personalisierte Unterstützung.

Was im Gehirn bei Neuroentwicklungsstörungen passiert

– Atypische synaptische Entwicklung und neuronale Reifung, die Struktur und Effizienz neuronaler Schaltkreise beeinflusst

– Ungleichgewicht zwischen exzitatorischer und inhibitorischer Neurotransmission (E/I-Gleichgewicht), insbesondere unter Beteiligung von Glutamat und GABA

– Abnormale funktionelle und strukturelle Konnektivität, z. B. lokale Hyperkonnektivität und eingeschränkte Langstreckenverbindungen

– Veränderte Aktivität zentraler Hirnnetzwerke, darunter präfrontaler Kortex, Default-Mode-Netzwerk und fronto-striatale Schaltkreise

– Neurotransmitter-Dysregulation (Dopamin, Serotonin, Acetylcholin), die Aufmerksamkeit, Stimmung und Verhalten beeinflusst

Häufigkeit

Neuroentwicklungsstörungen betreffen schätzungsweise 15–20 % aller Kinder weltweit. Autismus-Spektrum-Störungen treten bei etwa 1–2 % der Bevölkerung auf, ADHS betrifft etwa 5–7 % der Kinder im Schulalter. Häufig bestehen komorbide Symptome über mehrere Bereiche hinweg, was die Auswirkungen auf Bildung, soziale Teilhabe und psychische Gesundheit verstärkt.

Neuromodulation bei Neuroentwicklungsstörungen

Neuromodulation wird zunehmend als ergänzende Intervention untersucht, insbesondere zur Unterstützung von Aufmerksamkeit, Emotionsregulation und kognitiver Kontrolle. Studien berichten über Verbesserungen von 15–30 % in Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis, emotionaler Stabilität und sozialem Verhalten, insbesondere bei ASS und ADHS.

So wirkt Neuromodulation bei Neuroentwicklungsstörungen

– Erhöhung der kortikalen Aktivität in unteraktiven Regionen (z. B. präfrontaler Kortex, temporoparietaler Übergang)

– Stabilisierung des exzitatorisch-inhibitorischen Gleichgewichts

– Förderung neuroplastischer Prozesse und Lernfähigkeit

– Stärkung funktioneller Konnektivität zwischen gestörten Netzwerken

– Unterstützung adaptiver Funktionen wie Aufmerksamkeit, Verhalten und soziale Interaktion

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS, TPS und taVNS zur Unterstützung neuronaler Entwicklung, Förderung der Neuroplastizität und Verbesserung kognitiver sowie sozial-emotionaler Funktionen bei Neuroentwicklungsstörungen.

Migräne

Migräne – mehr als nur Kopfschmerzen

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, bei der wiederkehrende Attacken von starken, oft pulsierenden Kopfschmerzen auftreten. Häufig kommen Übelkeit, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit und in manchen Fällen Sehstörungen (Aura) hinzu. Migräne ist ein belastender Zustand, der die Lebensqualität und den Alltag erheblich einschränkt.

Was im Gehirn bei Migräne passiert

– Kortikale Übererregbarkeit (CSD) → kann Aura auslösen und Schmerzreize verstärken

– Trigemino-vaskuläre Aktivierung → entzündliche Neuropeptide wie CGRP fördern Schmerzen

– Hirnstamm-Fehlregulation → veränderte Aktivität in schmerzverarbeitenden Zentren

– Neurotransmitter-Ungleichgewicht → Serotonin, Dopamin, Glutamat

– Zentrale und periphere Sensibilisierung → fördert Chronifizierung und Schmerzpersistenz

Häufigkeit

Weltweit leiden über 1 Milliarde Menschen an Migräne – sie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen, meist beginnt die Erkrankung zwischen 15 und 49 Jahren. Migräne kann episodisch oder chronisch verlaufen.

Neuromodulation – moderne Unterstützung bei Migräne

Neuromodulation ist eine nicht-medikamentöse, wissenschaftlich geprüfte Option, besonders hilfreich für Menschen, die auf übliche Behandlungen nur teilweise oder gar nicht ansprechen. Studien zeigen 20–60 % Reduktion der Attacken, kürzere Dauer und geringere Intensität sowie weniger Bedarf an Medikamenten. Neuromodulation kann vorbeugend (prophylaktisch) oder akut eingesetzt werden.

So wirkt Neuromodulation bei Migräne

– Stabilisiert die kortikale Erregbarkeit → geringere Wahrscheinlichkeit für CSD

– Modulation der Schmerzsensitivität → weniger trigemino-vaskuläre Überempfindlichkeit

– Normalisiert Hirnstammaktivität → bessere körpereigene Schmerzhemmung

– Fördert Neuroplastizität → weniger Chronizität & geringere Attackenhäufigkeit

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS oder CES als schonende, medikamentenfreie Methoden zur Reduktion von Migräneattacken und zur Stabilisierung des Nervensystems.

Epilepsie

Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, nicht provozierte epileptische Anfälle gekennzeichnet ist. Diese entstehen durch abnorme, übermäßige oder synchrone elektrische Aktivität im Gehirn. Die Anfälle können sich sehr unterschiedlich äußern und motorische, sensorische, kognitive oder autonome Funktionen betreffen.

Epilepsie kann die Lebensqualität, die Alltagsfähigkeit sowie die psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigen – auch unabhängig von den eigentlichen Anfällen.

Was im Gehirn bei Epilepsie passiert

• Ungleichgewicht zwischen erregenden und hemmenden Netzwerken → gesteigerte neuronale Erregbarkeit
• Kortikale und subkortikale Hypererregbarkeit, häufig in temporalen oder frontalen Hirnarealen
• Veränderte synaptische Signalübertragung mit glutamaterger Überaktivität und verminderten GABAergen Hemmmechanismen
• Gestörte funktionelle Konnektivität zwischen anfallsgenerierenden Arealen und umliegenden Netzwerken
• Neuroinflammation und Gliose, die chronische Erregbarkeit und Anfallsbereitschaft fördern
• Netzwerkdysfunktionen, die auch zwischen Anfällen (interiktal) zu kognitiven, emotionalen und Verhaltensveränderungen führen

Diese Mechanismen liegen der Anfallsentstehung, -ausbreitung und dem Wiederauftreten sowie den begleitenden interiktalen Symptomen zugrunde.

Häufigkeit

Epilepsie betrifft etwa 0,5–1 % der Weltbevölkerung, was rund 50 Millionen Menschen weltweit entspricht. Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten, mit Häufungen im frühen Kindesalter und bei älteren Erwachsenen. Zu den möglichen Ursachen zählen genetische Faktoren, strukturelle Hirnveränderungen, Infektionen, traumatische Hirnverletzungen sowie metabolische oder autoimmune Erkrankungen.

Neuromodulation bei Epilepsie

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) zeigt in Studien eine 10–30 %ige Reduktion der Anfallshäufigkeit bei ausgewählten Patientinnen und Patienten. Zusätzlich werden Verbesserungen interiktaler Symptome wie:
• kognitive Leistungsfähigkeit
• Stimmung
• mentale Belastbarkeit beschrieben.

Die Wirksamkeit ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem vom Anfallstyp, dem Zielareal und dem Stimulationsprotokoll ab. Neuromodulation kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn medikamentöse Therapien unzureichend wirken oder durch Nebenwirkungen limitiert sind.

So wirkt Neuromodulation bei Epilepsie

• Reduktion kortikaler Übererregbarkeit durch Stabilisierung neuronaler Netzwerke
• Förderung hemmender Mechanismen (z. B. GABAerge Aktivität)
• Normalisierung funktioneller Konnektivität zwischen epileptogenen und nicht-epileptogenen Arealen
• Modulation neuroinflammatorischer Prozesse, die die Anfallsbereitschaft beeinflussen
• Verbesserung interiktaler kognitiver und emotionaler Symptome, unabhängig von der Anfallskontrolle

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS und taVNS – als ergänzende, gut verträgliche Unterstützung zur Reduktion neuronaler Übererregbarkeit und zur Stabilisierung zentraler Netzwerke bei Epilepsie

Motorische Neuronenerkrankung (MND)

Einleitung

Die motorische Neuronenerkrankung (MND) ist eine fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die die oberen und unteren Motoneuronen betrifft, welche für die willkürliche Muskelsteuerung verantwortlich sind. Sie führt zu zunehmender Muskelschwäche, Muskelatrophie, Spastik sowie Sprech- und Schluckstörungen. In fortgeschrittenen Stadien kann es zu Ateminsuffizienz kommen. Bei bis zu 50 % der Betroffenen treten zusätzlich kognitive und verhaltensbezogene Veränderungen auf, die sich häufig mit dem frontotemporalen Demenzspektrum überschneiden.

Was im Gehirn bei MND passiert

– Degeneration oberer und unterer Motoneuronen im motorischen Kortex, Hirnstamm und Rückenmark

– Kortikale Hypererregbarkeit und gestörte inhibitorische Kontrolle in frühen Krankheitsstadien

– Glutamatvermittelte Exzitotoxizität und Kalziumüberladung mit neuronaler Schädigung

– Oxidativer Stress und mitochondriale Dysfunktion mit Beeinträchtigung des zellulären Energiehaushalts

– Proteinaggregation und Neuroinflammation als Treiber der progressiven Degeneration

– Gestörte Konnektivität zwischen kortikalen und spinalen Netzwerken mit Auswirkungen auf Motorik und Koordination

Häufigkeit

MND betrifft etwa 2–5 Personen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Der Erkrankungsbeginn liegt meist zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr. Männer sind etwas häufiger betroffen. Etwa 5–10 % der Fälle sind familiär bedingt und stehen in Zusammenhang mit genetischen Mutationen, unter anderem in den Genen SOD1, C9orf72, TARDBP und FUS.

Neuromodulation bei MND

Die Evidenz zur nicht-invasiven Hirnstimulation (NIBS) bei MND ist bislang begrenzt, jedoch ermutigend. Pilotstudien berichten über 10–20 % Verbesserungen der motorischen Funktion, der Spastik, der Ermüdung sowie eine mögliche Verlangsamung des funktionellen Abbaus, insbesondere in frühen Krankheitsstadien. Neuromodulation wird dabei als ergänzende Maßnahme eingesetzt und ersetzt keine krankheitsmodifizierende Therapie.

So wirkt Neuromodulation bei MND

– Reduktion kortikaler Übererregbarkeit und Abschwächung exzitotoxischen Stresses

– Unterstützung verbliebener motorischer Neuronen und kompensatorischer kortikaler Areale

– Verbesserung von Spastik und Ermüdung mit funktioneller Entlastung

– Positive Effekte auf Stimmung und kognitive Aspekte zur Stabilisierung der Lebensqualität

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS und TPS als ergänzende, individuell angepasste Unterstützung zur Modulation kortikaler Erregbarkeit und Stabilisierung motorischer Netzwerke bei MND.

Zerebrale Lähmung

(Zerebralparese, CP)

Die Zerebralparese (CP) ist eine nicht-progressive neurologische Entwicklungsstörung, die durch eine Schädigung oder Fehlentwicklung des unreifen Gehirns entsteht. Sie betrifft primär die motorische Kontrolle, Muskelspannung und Haltung. Typische klinische Merkmale sind Muskelspastik, Muskelschwäche, Dystonie und Koordinationsstörungen. Je nach Ausmaß der Hirnbeteiligung können zusätzlich kognitive, sensorische und kommunikative Einschränkungen auftreten.

Was im Gehirn bei Zerebraler Lähmung passiert

– Statische Läsionen oder Fehlbildungen des sich entwickelnden Gehirns mit dauerhafter Beeinträchtigung motorischer Netzwerke

– Gestörte Signalübertragung im primärmotorischen Kortex und in den Kortikospinaltraktbahnen → Spastik und Schwäche

– Beteiligung von Basalganglien und Kleinhirn → Tonus- und Koordinationsstörungen

– Beeinträchtigte thalamokortikale Schaltkreise → gestörte sensorische Rückkopplung und Motorplanung

– Veränderte Neuroplastizität und interhemisphärisches Ungleichgewicht, besonders bei einseitigen Formen

Häufigkeit

Zerebralparese ist die häufigste motorische Behinderung im Kindesalter und betrifft etwa 2–3 von 1.000 Lebendgeburten weltweit. Ursachen sind unter anderem perinatale Hypoxie, Frühgeburtlichkeit, Infektionen, vaskuläre Ereignisse oder strukturelle Fehlbildungen des Gehirns.

Neuromodulation bei Zerebraler Lähmung

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) zeigt in Studien Verbesserungen von 10–30 % in motorischer Funktion, Spastikreduktion und Koordination, insbesondere in Kombination mit Physiotherapie oder motorischem Training. Die größten Effekte werden bei frühen Rehabilitationsmaßnahmen beschrieben.

So wirkt Neuromodulation bei Zerebraler Lähmung

– Erhöhung der kortikospinalen Erregbarkeit und Verbesserung der willkürlichen Motorik

– Reduktion von Spastik und Hypertonie durch Modulation hemmender Netzwerke

– Förderung motorischen Lernens und besserer Koordination bei gleichzeitiger Therapie

– Positive Effekte auf Aufmerksamkeit, Stimmung und adaptives Verhalten

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS, TPS, taVNS und CES zur Unterstützung motorischer Kontrolle, Förderung neuroplastischer Prozesse und Optimierung funktioneller Rehabilitation bei Zerebraler Lähmung.

Tinnitus

Einleitung

Tinnitus bezeichnet die Wahrnehmung von Geräuschen wie Klingeln, Summen oder Zischen ohne äußere Schallquelle. Für viele Betroffene entwickelt sich Tinnitus zu einer dauerhaften und belastenden Erfahrung, die Schlaf, Konzentration und emotionales Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen kann. Im Verlauf verstärken das anhaltende Geräusch und die damit verbundene Aufmerksamkeit Stress, Reizbarkeit und mentale Erschöpfung.

Was im Gehirn bei Tinnitus passiert

– Hyperaktivität im auditorischen System durch verminderten Hörinput und zentrale Verstärkung spontaner neuronaler Aktivität

– Veränderte funktionelle Konnektivität zwischen auditorischen Arealen und limbischen Strukturen (Amygdala, Hippocampus)

– Maladaptive Neuroplastizität im auditorischen Kortex mit Persistenz der Phantomwahrnehmung

– Aktivierung des Stresssystems mit erhöhter sympathischer Erregung und Cortisolausschüttung

– Verstärkte Einbindung von Aufmerksamkeitsnetzwerken, die die Wahrnehmung weiter intensivieren

Häufigkeit

Tinnitus betrifft etwa 10–15 % der Weltbevölkerung. Bei rund 1–2 % der Betroffenen ist die Symptomatik schwer und deutlich lebensbeeinträchtigend. Die Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu, tritt jedoch zunehmend auch bei jüngeren Menschen auf, insbesondere durch Lärmbelastung, chronischen Stress und ototoxische Medikamente.

Neuromodulation bei Tinnitus

Neuromodulation stellt eine nicht-medikamentöse Behandlungsoption dar, insbesondere wenn klassische Therapien nur begrenzte Linderung bieten. Klinische Studien berichten bei 30–60 % der Patientinnen und Patienten über eine Reduktion der Tinnituslautstärke, eine Verringerung von Stress und Angst sowie eine verbesserte Gewöhnung an das Geräusch.

So wirkt Neuromodulation bei Tinnitus

– Reduktion der Hyperaktivität in auditiven Bahnen

– Dämpfung limbischer Überreaktionen, die mit Stress und emotionaler Belastung verbunden sind

– Wiederherstellung eines ausgeglicheneren Netzwerkzustands zwischen auditorischen, emotionalen und Aufmerksamkeitsnetzwerken

– Förderung adaptiver Neuroplastizität zur Unterstützung der Habituation

– Verbesserung der Stressregulation und subjektiven Symptomwahrnehmung

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS und taVNS zur Reduktion auditiver Übererregbarkeit, Regulation limbischer Netzwerke und Verbesserung der Stressverarbeitung bei Tinnitus.

Onkologie

Die Onkologie befasst sich mit der Prävention, Diagnostik und Behandlung von Krebserkrankungen, die durch unkontrolliertes Zellwachstum sowie die Fähigkeit zur Invasion oder Metastasierung gekennzeichnet sind. Krebs kann nahezu jedes Organ betreffen und geht häufig mit systemischen Auswirkungen einher.
Neben der Primärerkrankung leiden viele Betroffene unter behandlungsbedingten neurologischen, kognitiven und emotionalen Beeinträchtigungen, die die Lebensqualität, Belastbarkeit und Alltagsfunktion erheblich einschränken können.

Was im Gehirn bei onkologischen Erkrankungen passiert

• Kognitive Dysfunktion („Chemo-Brain“)
   – Neuroinflammation, oxidativer Stress und gestörte Konnektivität in präfrontalen, parietalen und hippocampalen Netzwerken

• Müdigkeit (Fatigue)
   – veränderte Aktivität in cortico-striatalen Schaltkreisen und im Default-Mode-Netzwerk

• Emotionale Dysregulation und depressive Symptome
   – Veränderungen limbisch-präfrontaler Regelkreise

• Neuropathische Schmerzen
   – periphere Nervenschädigungen und zentrale Sensibilisierung

• Gestörte Netzwerkkommunikation
   – verminderte neuronale Effizienz und reduzierte kognitive Belastbarkeit

Diese Mechanismen tragen wesentlich zur neurologischen und psychischen Symptomlast bei Krebserkrankungen und deren Therapie bei.

Häufigkeit

Krebs betrifft weltweit etwa 1 von 6 Menschen, mit steigender Inzidenz im höheren Lebensalter. Zu den häufigsten Krebsarten zählen Brust-, Lungen-, Darm- und Prostatakrebs. Dank moderner Therapien nimmt die Zahl der Langzeitüberlebenden zu, viele Betroffene kämpfen jedoch langfristig mit therapiebedingten Folgeerscheinungen wie kognitiven Einschränkungen, Fatigue und neuropathischen Schmerzen.

Neuromodulation bei onkologischen Erkrankungen

Nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) zeigt in Studien 20–40 % Verbesserungen bei krebs- und therapieassoziierten Symptomen, insbesondere in den Bereichen:

• kognitive Leistungsfähigkeit
• Müdigkeit
• depressive Symptome
• neuropathische Schmerzen

Die Effekte sind moderat, aber klinisch relevant und werden durch Krebsart, Krankheitsstadium, Stimulationsparameter und individuelle Neurobiologie beeinflusst. Besonders wirksam ist Neuromodulation in Kombination mit rehabilitativen, verhaltensbezogenen oder medikamentösen Maßnahmen.

So wirkt Neuromodulation bei onkologischen Erkrankungen

• Verbesserung kognitiver Funktionen durch Aktivierung dorsolateraler präfrontaler und parietaler Netzwerke
• Reduktion von Fatigue und Steigerung der Wachheit über cortico-striatale Modulation
• Linderung neuropathischer Schmerzen durch Normalisierung somatosensorischer und limbischer Schaltkreise
• Unterstützung der Emotions- und Stressregulation durch Stabilisierung präfrontal-limbischer Konnektivität
• Gute Verträglichkeit und Nicht-Invasivität, bei Bedarf mit wiederholten Sitzungen zur Stabilisierung der Effekte

Der Einsatz erfolgt unterstützend und gilt aktuell als off-label.

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS, TPS und taVNS – zur Unterstützung kognitiver Funktionen, Reduktion therapiebedingter Beschwerden und Stabilisierung neuronaler Netzwerke bei onkologischen Erkrankungen

Amyotrophe Laterale Sklerose (ALS)

Einleitung

Die Amyotrophe Laterale Sklerose (ALS) ist eine progressive neurodegenerative Erkrankung, die sowohl obere als auch untere motorische Neuronen betrifft. Sie führt zu zunehmender Muskelschwäche, Lähmung und schließlich Atemversagen. Bei einem Teil der Betroffenen treten zusätzlich kognitive und verhaltensbezogene Veränderungen auf, die sich häufig mit frontotemporalen Funktionsstörungen überschneiden. Die Krankheitsprogression ist in der Regel rasch und stark beeinträchtigend.

Was im Gehirn bei ALS passiert

– Degeneration oberer und unterer motorischer Neuronen mit Verlust der willkürlichen Muskelkontrolle

– Kortikale Hypererregbarkeit, die zu exzitotoxischen neuronalen Schäden beiträgt

– Glutamatvermittelte Neurotoxizität und ausgeprägter oxidativer Stress

– Neuroinflammation unter Beteiligung von Mikroglia und Astrozyten

– Sekundäre Netzwerkstörungen in Hirnstamm- und spinalen Schaltkreisen mit Auswirkungen auf Motorik und Reflexe

Häufigkeit

ALS betrifft etwa 2–5 Personen pro 100.000 Einwohner pro Jahr. Der Erkrankungsbeginn liegt meist zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr, mit einer etwas höheren Prävalenz bei Männern. Rund 5–10 % der Fälle sind familiär bedingt und mit bekannten genetischen Mutationen assoziiert, während der Großteil sporadisch auftritt.

Neuromodulation bei ALS

Die Evidenz zur nicht-invasiven Hirnstimulation (NIBS) bei ALS ist begrenzt, jedoch zunehmend Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Studien berichten über 10–20 % Verbesserungen der motorischen Funktion, der Spastik oder eine mögliche Verlangsamung des funktionellen Abbaus, insbesondere in frühen Krankheitsstadien. Die Effekte variieren abhängig von Stimulationsprotokoll und Krankheitsverlauf.

So wirkt Neuromodulation bei ALS

– Reduktion kortikaler Hypererregbarkeit im motorischen Kortex

– Unterstützung verbliebener motorischer Netzwerke und Verzögerung des Funktionsverlusts

– Mögliche Verbesserung von Stimmung, Ermüdung und Lebensqualität

– Kurzfristige Effekte, die wiederholte oder kontinuierliche Sitzungen erfordern

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS, taVNS und TPS als ergänzende Maßnahme zur Unterstützung motorischer Funktionen und neuronaler Netzwerke bei ALS.

Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Müdigkeitssyndrom (ME/CFS)

Einleitung

Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Müdigkeitssyndrom (ME/CFS) ist eine komplexe, multisystemische Erkrankung, die durch anhaltende körperliche und geistige Erschöpfung gekennzeichnet ist. Typisch sind post-exertionelles Unwohlsein, kognitive Einschränkungen („Gehirnnebel“), nicht erholsamer Schlaf, autonome Dysregulation sowie Schmerzen. Die Symptome lassen sich nicht vollständig durch andere Erkrankungen erklären und schwanken häufig in ihrer Intensität. ME/CFS ist mit einer erheblichen Einschränkung der körperlichen und kognitiven Belastbarkeit sowie der Lebensqualität verbunden.

Was im Gehirn bei ME/CFS passiert

– Verminderte Aktivität im präfrontalen und anterioren cingulären Kortex → kognitive Verlangsamung und mentale Erschöpfung

– Veränderte funktionelle Konnektivität innerhalb des Default-Mode-, Salienz- und fronto-parietalen Netzwerks

– Autonomes Ungleichgewicht mit reduziertem Vagaltonus und erhöhter sympathischer Aktivität → orthostatische Intoleranz und Fatigue

– Hinweise auf Neuroinflammation und Mikrogliaaktivierung in bildgebenden Studien

– Reduzierter zerebraler Blutfluss und Glukosemetabolismus in Aufmerksamkeits- und Motorkontrollarealen

– Gestörte zentrale Energie- und Belastungsregulation

Häufigkeit

ME/CFS betrifft schätzungsweise 0,2–0,8 % der Weltbevölkerung. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Der Krankheitsbeginn liegt meist zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr. Häufig geht der Erkrankung eine Virusinfektion, ein Immunstress oder eine längere körperliche oder psychische Belastung voraus. Die Erkrankung ist mit einer hohen Rate an langfristiger Behinderung verbunden.

Neuromodulation bei ME/CFS

Aufkommende wissenschaftliche Hinweise zeigen, dass nicht-invasive Hirnstimulation (NIBS) bei ME/CFS Verbesserungen von etwa 10–30 % in den Bereichen Müdigkeit, kognitive Leistungsfähigkeit und Schmerzsymptomatik bewirken kann. Die Effekte scheinen ausgeprägter zu sein, wenn Neuromodulation mit abgestufter Aktivierung, Tempo-Management oder kognitiven Interventionen kombiniert wird. Die Evidenzlage ist derzeit noch heterogen.

So wirkt Neuromodulation bei ME/CFS

– Modulation präfrontaler und limbischer Netzwerke zur Verbesserung von Aufmerksamkeit, Arbeitsgedächtnis und Stimmung

– Unterstützung der autonomen Regulation mit Erhöhung des parasympathischen Tonus

– Reduktion sympathischer Überaktivität und Stressantworten

– Beeinflussung neuroinflammatorischer Prozesse und Förderung neuroplastischer Anpassungen

– Verbesserungen bei Fatigue, Konzentration, Schlafqualität und emotionaler Stabilität 

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS, TPS, taVNS und CES zur Unterstützung der autonomen Regulation, Förderung neuroplastischer Prozesse und Verbesserung kognitiver sowie energetischer Funktionen bei ME/CFS.

Rückenmarksverletzung (SCI)

Einleitung

Eine Rückenmarksverletzung (Spinal Cord Injury, SCI) entsteht durch ein Trauma oder eine Erkrankung, die das Rückenmark schädigt und die Signalübertragung zwischen Gehirn und Körper beeinträchtigt. Dies führt zu einem Verlust motorischer, sensorischer und autonomer Funktionen unterhalb des Verletzungsniveaus. Die klinischen Ausprägungen reichen von Muskelschwäche und Sensibilitätsstörungen bis hin zu vollständiger Lähmung, chronischen Schmerzen sowie Störungen der Blasen-, Darm- und Kreislaufregulation. SCI hat tiefgreifende Auswirkungen auf Mobilität, Selbstständigkeit und Lebensqualität.

Was im Gehirn und Rückenmark bei SCI passiert

– Axonale Schädigung und Demyelinisierung mit gestörter neuronaler Signalübertragung

– Sekundäre Verletzungskaskade mit Entzündung, Ischämie, Exzitotoxizität und oxidativem Stress

– Maladaptive Reorganisation im Rückenmark und im motorischen Kortex durch Verlust afferenter und efferenter Signale

– Unterbrechung motorischer, sensorischer und autonomer Bahnen (kortikospinal, spinothalamisch, vegetativ)

– Autonome Dysregulation mit Beeinträchtigung von Blutdruck, Temperaturkontrolle und Herz-Kreislauf-Stabilität

Häufigkeit

Weltweit erleiden jährlich etwa 250.000–500.000 Menschen eine Rückenmarksverletzung. Die häufigsten Ursachen sind Verkehrsunfälle, Stürze, Sportverletzungen und Gewalteinwirkungen. Betroffen sind vor allem junge Erwachsene, insbesondere Männer, sowie ältere Menschen mit erhöhtem Sturzrisiko. In vielen Fällen ist eine lebenslange medizinische, rehabilitative und psychosoziale Betreuung erforderlich.

Neuromodulation bei Rückenmarksverletzung

Neuromodulation entwickelt sich zu einer wichtigen ergänzenden Therapie in der Behandlung von SCI. Studien zeigen, dass gezielte nicht-invasive Stimulation bei einer relevanten Untergruppe von Patientinnen und Patienten Verbesserungen der motorischen Aktivierung, der sensorischen Funktion, der Spastik sowie der autonomen Stabilität ermöglichen kann. Die Wirksamkeit hängt vom Verletzungsniveau, der Vollständigkeit der Läsion und den Stimulationsparametern ab.

So wirkt Neuromodulation bei Rückenmarksverletzung

– Aktivierung erhaltener neuronaler Signalwege ober- und unterhalb der Läsion

– Verbesserung der kortikospinalen und spinalen Netzwerkkommunikation

– Förderung neuroplastischer Reorganisation zur funktionellen Erholung

– Reduktion von Spastik und neuropathischen Schmerzen durch Modulation spinaler Netzwerke

– Unterstützung der autonomen Regulation, einschließlich Herz-Kreislauf-, Blasen- und Darmfunktion

– Kumulative Effekte bei wiederholten Sitzungen in Kombination mit Rehabilitation

Empfehlung von Dr. Oliver Hahn

Nicht-invasive Neuromodulation mit tDCS, TPS, taVNS und CES als ergänzende Maßnahme zur Förderung neuroplastischer Prozesse, funktioneller Erholung und autonomer Stabilität bei Rückenmarksverletzungen.

Hier setzt die Neuromodulation an:

Ein wissenschaftlich fundierter, nicht-invasiver Ansatz, der die natürliche Regenerationsfähigkeit des Gehirns und Nervensystems aktiviert – ohne Medikamente, ohne Operation.

Was ist Neuromodulation?

Neuromodulation bezeichnet medizinische Verfahren, die gezielt auf die elektrische Aktivität des Nervensystems einwirken, um gestörte Prozesse zu regulieren.
Durch sanfte elektrische oder akustische Impulse wird das Gehirn angeregt, neue neuronale Verbindungen zu bilden und alte, blockierte Muster zu lösen – ein Prozess, den man Neuroplastizität nennt.

Diese Form der Therapie hilft, die Kommunikation zwischen Gehirn und Körper zu verbessern – und damit Funktion, Energie und Balance wiederherzustellen.

Wir behandeln nicht nur Symptome – wir behandeln Ursachen im Nervensystem.

Unser Ansatz: Wissenschaft trifft Individualität

Bei Dr. Oliver Hahn in Zusammenarbeit mit dem SOZO Brain Center betrachten wir den Menschen ganzheitlich. Wir erfassen und analysieren klinische, neurologische und biochemische Daten, um die wahre Ursache der Dysbalance im Nervensystem zu finden.

So entsteht ein personalisiertes Therapiekonzept, das gezielt an den Schaltstellen des Gehirns ansetzt. Wir kombinieren modernste Verfahren:

TDCS (Transkranielle Gleichstromstimulation):

Aktiviert oder beruhigt gezielt Hirnareale – hilfreich bei Depression, Schmerz und kognitiver Schwäche.

TPS (Transkranielle Pulsstimulation):

Nutzt akustische Impulse zur Aktivierung tiefer Hirnregionen, fördert Zellregeneration und Durchblutung – besonders bei neurodegenerativen Erkrankungen.

taVNS (Transkutane Vagusnerv-Stimulation):

Sanfte elektrische Reize am Ohr regulieren das autonome Nervensystem – für mehr Ruhe, Fokus und emotionale Stabilität.

Ergänzend fließen orthomolekulare Medizin, funktionelle Diagnostik und gezielte Regenerationsstrategien ein – um Zellgesundheit, Entzündungsregulation und Energieproduktion optimal zu unterstützen.

Ihr Weg zu mehr Balance, Klarheit und Lebensqualität

Neuromodulation bedeutet, Ihr Gehirn wieder auf „Heilung“ umzuschalten.
Viele Patientinnen und Patienten berichten bereits nach wenigen Sitzungen von:

  • =tieferer Entspannung und besserem Schlaf
  • =klarerem Denken und gesteigerter Konzentration
  • =reduzierten Schmerzen und verbesserter Stimmung
  • =mehr Energie und innerer Ruhe

Unsere Mission:

Die Regeneration des Nervensystems wieder aktivieren – damit Ihr Körper das tun kann, was er am besten kann: heilen.

Wissenschaft, Präzision, Menschlichkeit

Dr. Hahn verbindet über 30 Jahre medizinische Erfahrung mit den neuesten Erkenntnissen der Neuro- und Regenerationsmedizin. Als einer der Vorreiter in der nicht-invasiven Neuromodulation auf Mallorca begleitet er Menschen, die oft bereits lange Leidenswege hinter sich haben – und endlich nachhaltige Lösungen suchen.

Bei Dr. Oliver Hahn in Zusammenarbeit mit dem SOZO Brain Center entsteht aus Wissenschaft, Technologie und Empathie ein Ort, an dem Heilung beginnt – im Gehirn.

Wenn Sie verstehen möchten, wie Ihr Gehirn heilt, und wie Neuromodulation Ihnen helfen kann, wieder in Balance zu kommen:

Vereinbaren Sie Ihren individuellen Termin bei Dr. Oliver Hahn in Zusammenarbeit mit dem SOZO Brain Center

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